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Generation Internet: Informierte Patienten sprechen anders mit Arzt und Krankenkasse
Frühere Untersuchungen haben ergeben, dass immer mehr Patienten das Internet für gesundheits- und krankheitsbezogene Informationen nutzen. Bis dato wurde in Deutschland jedoch nicht untersucht, ob derartig informierte Patienten anders mit Leistungserbringern kommunizieren und Einfluss auf ihre Behandlung nehmen.
Im Rahmen der Online-Studie "PILOT - Patient Involvement - Leading to Optimized Therapy?" wurden 1.584 Teilnehmer von 14 Gesundheitsportalen und -foren befragt.
Die PILOT-Studie hat unter anderem ergeben, dass die Mehrheit der Patienten ihrem Arzt andere oder mehr Fragen stellen und anders mit den Krankenversicherungen kommunizieren. Es hat sich auch herausgestellt, dass viele Patienten nun eigene Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Behandlung treffen.
Für weitergehende Informationen oder Bestellungen wenden Sie sich bitte per Mail
an pilot-studie@kwhc.de.
Weitere Stichworte zur PILOT-Studie erfahren Sie, indem Sie auf die folgenden Überschriften und auf die Grafiken klicken:
- Freiwillige, anonyme Online-Befragung von Internetnutzern zum Thema Gesundheit
- 14 besucherstarke Gesundheitsportale und Gesundheitsforen
- Mitte Oktober 2010 - Ende Januar 2011
- 1.584 Teilnehmer
- Verteilung der teilnehmenden E-Patients in Deutschland:
- Alter: zwischen 30 und bis über 70 Jahre
- Chroniker > 50 %
- Akut-Surfer 21 %
- Gesundheitsinteressierte 16 %
- Caregiver 10 %
- Chroniker = Personen mit einer chronischen Erkrankung
- Akut-Surfer = Personen mit einer akuten Erkrankung oder Erkältung
- Caregiver = zu Englisch: Angehörige, Pflegende von Kranken
- Rein interessierte und gesunde Personen, welche nicht im engeren Sinne E-Patients darstellen, jedoch häufig unter diesem Begriff summiert werden
Die Studie spiegelt auch die Daten aus der Nicht-Online Welt wider:
- Herz- und Kreislauferkrankungen und Stoffwechselerkrankungen werden von über 60-Jährigen häufiger im Internet nachgefragt als von unter 40-Jährigen
- Relativ viele psychisch-emotionale Erkrankungen und Sucht- und Infektionserkrankungen werden eher von den jüngeren Teilnehmern nachgefragt
- Gefäßerkrankungen werden fast ausschließlich von älteren Teilnehmern nachgefragt
Aufgrund von verfügbaren Gesundheitsinformationen im Internet:
- stellt die Mehrheit der E-Patient ihrem Arzt andere oder mehr Fragen
- können viele E-Patients besser Entscheidungen für oder gegen eine Behandlung treffen
- haben sich E-Patients oft für oder gegen ein frei verkäufliches Medizin- oder Gesundheitsprodukt entschieden
- haben sich E-Patients häufig für oder gegen Medikamente und Behandlungen entschieden
- erhielten viele E-Patients ein anderes als das verschriebene Medikament oder eine andere Behandlung
- Fast die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass ihr Arzt es gut fand, dass sie sich im Internet zu Krankheits- und Gesundheitsthemen informierten
- Ein hoher Prozentsatz der Teilnehmer erhielt die gewünschte Therapie durch den Arztdialog
- Manche bekamen vom Arzt Tipps im Umgang mit dem Internet
- Nur wenige erfuhren einen Widerspruch zu ihrer Argumentation aufgrund der Interneterfahrung
Weitere Ergebnisse, die in der Studie dargestellt werden:
- Nach Indikationsgruppen getrennte Ergebnisse, zum Beispiel Herz- und Kreislauferkrankungen, neurologische Erkrankungen...
- Internetnutzung zu Gesundheitsfragen durch Frauen
- Weitere soziodemographische Daten
- Gängige Informationsquellen zu Gesundheitsinformationen
- Surfhäufigkeiten der Teilnehmer zu Gesundheitsthemen
- Häufige Verwendung von Gesundheitswebseiten nach Akteur und Typologien
- Kommunikative Aktivitäten der Teilnehmer, auch nach Typologien
- Auswirkungen auf Dialog mit Arzt und Krankenkassen
- Auswirkungen auf Therapieentscheidungen
- Das Internet ist ein relevantes Medium zur Informationsbeschaffung für Patienten
- Die PILOT-Studie gibt ein realistisches Bild der Krankheitsverteilung in der deutschen Bevölkerung wieder
- Gesundheitsinformationen und das Austauschen von Fragen zu Krankheiten und Gesundheit im Internet haben große Auswirkungen auf den E-Patient und auf seinem Dialog mit den Leistungserbringern (zum Beispiel Ärzte, Krankenkassen)
- Patienten gehen davon aus, dass ihre Ärzte die Internetinformationen für Patienten für wichtig halten
- Chroniker können häufig bei der Therapie mitentscheiden
Autor:
Alexander Schachinger
healthcare42.com, Berlin
Herausgeber:
Kurt Wiedenhoff
KWHC GmbH, Uelzen
© KWHC GmbH
www.kwhc.de
Uelzen, März 2011
Bestellung
Der vollständige, gedruckte Studienband mit allen Ergebnissen inkl. CD-ROM mit Grafiken, Tabellen und vollständiger Studien-Präsentation kann gegen eine Gebühr von 1.600,00 € zzgl. MwSt. bestellt werden:
| Per E-Mail: | pilot-studie@kwhc.de |
| Per Telefon: | 0581 – 973 918 0 |
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| Per Post: | KWHC GmbH Alewinstr. 13 29525 Uelzen |
Die Umfragesoftware wurde von der Healthcare Unit der Globalpark AG in Köln mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt; alle Daten sind im Anschluss mit dem Statistikprogramm SPSS verarbeitet worden.
