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Bundesarztregister 2020: Flexible Beschäftigungsmodelle nehmen zu und Medizin wird immer weiblicher

Laut Ärztestatistik 2020 steigt zwar die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten, allerdings fällt der eigentliche Zuwachs an Kapazitäten bedingt durch Teilzeit- oder Angestelltenverhältnisse deutlich geringer aus. Eine kontinuierliche Zunahme der Rate an weiblichen Medizinerinnen bilden die Daten ebenfalls ab.
 
Knapp 181.000 Ärzte und Psychotherapeuten wurden bundesweit von der KBV für 2020 registriert. Das Plus von 1,5% gegenüber dem Vorjahr resultiert aber in erster Linie aus einer Zunahme an Tätigkeiten in flexiblen Beschäftigungsmodellen. Damit ist festzuhalten: Die Zahl der Ärzte nimmt zwar zu, aber der eigentliche Zuwachs beträgt lediglich 0,8%. Laut dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Stephan Hofmeister wird die Arztzeit sogar weniger, es verbleibt also weniger Zeit pro Patient.
 
Einen leichten Rückgang der Anzahl an Hausärzten, Anästhesisten und Hautärzten zeigen die Daten. Im Unterschied dazu hat der Anteil an Psychotherapeuten, Kinderärzten und Neurologen zugenommen. Interessant für den Außendienst – Ärzte im Angestelltenverhältnis werden mehr. 42.500 praktizierende Ärzte und Psychotherapeuten besitzen mittlerweile keine eigene Praxis.
 
Auch ist zu beobachten, dass der Anteil an Frauen in den betreffenden Berufen weiter steigt. “In einigen Fachgruppen bilden Frauen schon heute die weit überwiegende Mehrheit” laut Aussage des KBV-Chefs Gassen. Eine leichte Verjüngung ist anhand der Statistik ebenfalls abzulesen. Von 54,25 auf 54,23 Jahre ist das Durchschnittsalter der Ärzte und Psychotherapeuten erstmals seit Langem wieder gesunken.
 
Medizin bleibt nicht stehen. Aus der Erhebung geht unserer Meinung nach hervor, auch gesellschaftliche Entwicklungen wie die Zunahme von Teilzeitbeschäftigungen und dem Streben nach einer Work-Life-Balance werden zunehmend in der Gesundheitsbranche abgebildet. Für Ihre Zielgruppe stellen sich folgende Fragen: Ist die bisherige Kommunikation mit dem Außendienst noch zeitgemäß? Wie häufig dürfen Ärzte in Teilzeit besucht werden? Liegen hier etwa Chancen in der Online-Kommunikation?
 
Zu diesen Fragen beraten wir Sie gerne und unterstützen Sie bei Ihrer Onlinekommunikationsstrategie, etwa mit dem Erstellen digitaler Inhalte oder der Durchführung von Webcasts.
 
 
Quellen:
https://www.kbv.de/html/2021_51564.php

 
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Philips und Disney wollen mit Animationsfilmen MRT-Untersuchungen bei Kindern verbessern

Eine MRT-Untersuchung kann für Kinder ziemlich einschüchternd sein. Um deren Patientenerlebnis zu verbessern und dem entgegenzuwirken, testen Philips und die Walt Disney Company in einer ungewöhnlichen Kooperation die Wirkung von Animationsfilmen im MRT.
 
Zunächst soll das Forschungsprojekt in diesem Sommer in 6 verschiedenen Krankenhäusern europaweit starten. Dabei wird untersucht, wie speziell entwickelte Disney-Animationen dazu beitragen können, Unruhe und Angst bei der pädiatrischen MRT-Untersuchung zu verringern. Eigens zu diesem Vorhaben wurden entsprechende Disney-Geschichten mit den beliebten Charakteren wie z. B. Winnie Puuh, Arielle oder den Avengers entwickelt. Die multisensorielle Bildumgebung könnte auf Kinder, die beim MRT eine ängstliche oder klaustrophobische Reaktion zeigen, beruhigend wirken. Da Bewegungen während der Scans diese jedoch unbrauchbar machen können, könnte die farbenfrohe Animation in der grauen Magnetröhre die Anzahl der MRT-Untersuchungen reduzieren.
 
Vor der Untersuchung wählen die kleinen Patienten ihre Disney-Geschichte aus und entscheiden selbst über die Beleuchtung, Video und den Ton des Raums. Doch nicht nur diese Möglichkeiten sollen ein Gefühl von Kontrolle und Vertrauen vermitteln, auch die Verläufe der Geschichten sind so konstruiert, dass sie die Kinder zwischen 4-12 Jahren beruhigen.
 
 
Quellen:
www.philips.de

 
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Setzt sich die Digitalisierung in der Medizin dank Corona durch?

Aktuelle Ergebnisse einer Bitkom-Studie zeigen, dass die Corona-Pandemie die Digitalisierung bei Klinik- und Praxisärzten in einzelnen Bereichen vorangetrieben hat.
 
Laut der Umfrage setzen mittlerweile 17 % der befragten Praxis-Ärzte die Videosprechstunde ein. Während ein kleiner Teil (6 %) dies bereits vor Corona praktizierte, fingen 11 % der Ärzte erst während der Pandemie damit an. Künftig können sich sogar weitere 40 % gut vorstellen, auf diese digitale Form der Kommunikation zurückzugreifen. Bei den Klinikärzten wird die Video-Sprechstunde bisher lediglich von 4 % genutzt, allerdings stehen etwa drei Viertel (73%) dem Einsatz aufgeschlossen gegenüber.
 
Bei der Verschreibung von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) ist dagegen noch Aufklärungsarbeit zu leisten. Seit Oktober 2020 können Ärzte Gesundheits-Apps z. B. gegen Tinnitus oder Schlafstörungen auf Rezept verordnen. Viele von ihnen reagieren aber eher zurückhaltend. Zwar kann sich jeder vierte Arzt eine Verschreibung in Zukunft vorstellen, aber lediglich 2 % der Befragten haben die App auf Rezept bisher verordnet. Erstaunlich: Jeder fünfte Arzt schließt den Einsatz der DiGAs sogar kategorisch aus und 10 % der befragten Ärzte waren Apps auf Rezept noch unbekannt.
 
 
Quellen:
www.bitkom.org/Presse/

 
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Google will mit Gruppenwerbung mehr Datenschutz erreichen

Googles Browser „Chrome“ wird auf installierten Computern in naher Zukunft keine von Dritten gesetzte Cookies (Third-Party-Cookies) für Werbetreibende mehr unterstützen.
 
Dafür führt das Unternehmen in seinem Desktop-Browser bereits im März die sog. FLoC-Technik (Federated Learning of Cohorts) ein. Diese soll weiterhin passgenaue Werbung an die User ermöglichen, ohne individuelle Profile erstellen zu müssen. Dazu werden Personen nun anonymisiert anhand Ihres Browser-Verlaufs in einzelne Interessengruppen eingeordnet. Die Surfgewohnheiten werden so auf Grundlage der Gruppenmerkmale erfasst, analysiert und an den Google-Server übermittelt. Dieses soll auch weiterhin effiziente Anzeigenschaltung für Werbetreibende erlauben.
 
Allerdings gibt es Einschränkungen: Cookies, die vom selben Server wie die aufgerufene Internetseite kommen, sind davon nicht betroffen. Auch können Werbetreibende weiterhin für einzelne Nutzer, von denen sie bereits die Kontaktdaten haben, über Google-eigene Plattformen (z. B. Youtube) personalisierte Werbemaßnahmen ausspielen.
 
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Maßnahmen in der Praxis auf die zielgruppenspezifische Qualität der Werbeeinblendungen haben wird.
 
 
Quellen:
www.heise.de/news

 
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Arztpraxen kommunizieren häufig noch per Fax

Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage nimmt zwar der technische Fortschritt zu, jedoch ist die Digitalisierung noch nicht vollständig in deutschen Arztpraxen angekommen. Was meinen Sie – wie viel Prozent der Befragten nutzen noch analoge Kommunikationsmittel wie das Faxgerät?

Jede fünfte Arztpraxis hält nach wie vor an analogen Kommunikationsmitteln wie Fax (22 %) oder Briefpost (19 %) fest, wenn es um den Austausch mit anderen Praxen geht. Hauptsächlich erfolgt dieser per Telefon. Betrachtet man die internen Prozesse in Praxen und Kliniken, bietet sich ein etwas anderes Bild: So werden in knapp der Hälfte der Fälle Medikationspläne digital erstellt und eine digitale Patientenakte hat bereits in etwa zwei Drittel der Kliniken und Arztpraxen Einzug gehalten.

Ein beachtenswerter Unterschied zwischen Klinikern und Niedergelassenen zeigte sich bei der Bewertung der Chancen bzw. Risiken der Digitalisierung. Unter den Befragten aus der Klinik sehen 86 % hierin eine Chance, 10 % eher ein Risiko. Bei den Kollegen in der Praxis war die Schere enger – für 53 % ist es eher Chance, für 39 % Risiko.

Quellen:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de

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Frühere Hinweise auf Covid-19 durch Tweets

Bereits Anfang 2020, nach Ausbruch der Pandemie in China, gab es in Europa eine Vielzahl von Tweets, die bei näherer Betrachtung bereits auf die Ausbreitung des Coronavirus hinwiesen.
 
Eine retrospektive Studie eines Forscherteams der Scuola IMT Alti Studi in Lucca (Italien) analysierte Tweets in sieben europäischen Sprachen (u. a. Englisch, Deutsch und Französisch). Hierbei wurde der Fokus auf Meldungen aus dem privaten Umfeld der Nutzer gelegt. Bereits zu Beginn des Jahres 2020 wurde hier ein signifikanter Anstieg der Schlüsselwörter „Pneumonie“ und „trockener Husten“ registriert. Dies betraf vor allem Regionen, in denen einige Zeit später Ausbrüche mit hohen Infektionszahlen zu verzeichnen waren, beispielsweise die Lombardei oder Madrid. Diese Tweets könnten ein Indiz dafür sein, dass Menschen schon früh über Corona-Infektionen berichteten – noch vor der Reaktion und Maßnahmenergreifung zur Pandemieeindämmung örtlicher Behörden verschiedener Länder Europas.
 
Nach Meinung des Forschungsleiters könnten die Analysen sozialer Netzwerke und Kanäle wie Twitter dazu genutzt werden, Krankheitswellen in Zukunft frühzeitig zu identifizieren, bevor sie sich ausbreiten.
 
 
Quellen:
www.aerzteblatt.de

 
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