Aktuelles

Apps auf Rezept

Bald ist eine Verschreibung von Apps durch Ärzte möglich. Rechtlich gibt es jedoch einiges zu beachten.
 
Im Gegensatz zu Gesundheits-Apps finden Medizin-Apps bei Patienten und ihren Angehörigen Anwendung, z. B. als digitale Symptomtagebücher. Die Medizin-Apps unterliegen dem Medizinproduktegesetz (MPG), welches den Umgang mit Instrumenten, Apparaten, Software, Materialien oder sonstigen Artikeln für diagnostische oder therapeutische Zwecke regelt. Ab 2020 wird Software, welche als Entscheidungshilfe bei der Diagnose- oder Therapiestellung dient, in höhere Risikoklassen eingestuft.
 
In einem Konformitätsbewertungsverfahren wird das Qualitätsmanagementsystem des Herstellers der App jährlich auditiert. Es drohen Strafen, wenn die App nicht den Vorgaben der Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Beratungsunternehmen können bei der gesetzeskonformen Gestaltung von Medizin-Apps eine Hilfe sein und sollten zu Rate gezogen werden.
 
 
Quelle:
www.healthrelations.de

 
Bildnachweis: © makidotvn – depositphotos.com

Anzahl der CME-Fortbildungen in USA auf dem Höchststand

Der ACCME (Accreditation Council for Continuing Medical Education)-Report zeigt viele Trends, die auch für Europa und Deutschland von Bedeutung sind.
 
Mit etwa 10 % mehr CME-Aktivitäten verzeichnet die ACCME den größten Sprung innerhalb der letzten 10 Jahre. Die Anzahl der Anbieter von zertifizierten Fortbildungen und somit der akkreditierten Provider ist in den USA hingegen weiter zurückgegangen. Beim System der Provider-Akkreditierung in der USA müssen die Anbieter einen aufwändigen Prozess zur Anerkennung durchlaufen. Nicht unerwartet: Online-Aktivitäten wie Live-Internetfortbildungen und internetbasierte Fortbildungsformate werden zunehmend in Anspruch genommen.
 
Mit Blick auf den deutschen Markt kann man folgern, dass CME-zertifizierte Fortbildungen ebenfalls künftig einen hohen Stellenwert haben. Auch wenn das CME-System bei uns in einigen Bereich anders als in den USA organisiert ist.
 
 
Quelle:
ACCME Data Report Introduction
www.accme.org

 
Bildnachweis: © AndreyPopov – depositphotos.com

Zwei neue Studien analysieren Reputation von Pharmaunternehmen und Verhalten von Ärzten

PatientView zeigt in seiner Studie die Meinung von Patientengruppen zu Pharmaunternehmen auf. Die neue API-Studie 2019 der LA-Med untersucht das Informationsverhalten von Ärzten.
 
Als im Ganzen „hervorragend“ oder „gut“ beurteilen 26 % der Befragten in Deutschland die Pharmaunternehmen. Im Vergleich dazu liegt dieser Wert bei Betrachtung aller befragten Patientengruppen (global) mit 41 % deutlich höher. Das Ansehen von Pharmaunternehmen wurde von verschiedenen Patientengruppen im Jahre 2018 eher schlechter bewertet als 2017. Das ergibt eine Befragung von 1.500 Patientengruppen in 78 Ländern. Insgesamt wurden 46 Unternehmen nach 12 Schlüsselindikatoren bewertet.
 
LA-Med API-Studie 2019: Internet als Informationsquelle erstmalig unter Top 3
 
Die Arbeitsgemeinschaft LA-Med legte ihre API-Studie 2019 vor. Dort wird deutlich, dass sich Ärzte verstärkt multimedial informieren. Auf Platz drei der verwendeten Informationsquellen unter APIs liegt zum ersten Mal das Internet mit 63,8 %. Hauptquelle für die niedergelassenen Ärzte bleiben Fachzeitschriften (92,1 %) gefolgt von Tagungen/Kongressen (77,9 %). Die insgesamt sinkenden Prozentzahlen lassen vermuten, dass die Zeit von Ärzten immer knapper wird. Eine Herausforderung, der man sich stellen muss.
 
 
Quelle:
patient-view.com
la-med.de

 
Bildnachweis: © SimpleFoto – depositphotos.com

Doctorsgate gelauncht – das neue Instagram für Ärzte?

Sicherer und datenschutzkonformer Austausch von Patientenfällen
 
Auf Doctorsgate können Mediziner anonymisierte Bilder von Patienten und ihren Erkrankungen veröffentlichen und mit Kollegen aus den unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen diskutieren. Über verschlüsselte Einzel- und Gruppenchats ist es möglich, Bilder und andere Medien mit Kollegen auszutauschen. Somit entsteht ein funktions-, fach- und generationsübergreifender Dialog: Die Pflegekraft kommuniziert mit dem Mediziner, der Medizinstudent mit dem erfahrenen Arzt.
 
 
Quelle:
healthcaremarketing.eu

 
Bildnachweis: © nito103 – depositphotos.com

Videoreihe zu Digitalisierung

Digitalisierung im Gesundheitswesen – warum wieso weshalb?
 
Der Digital Health-Experte Dr. David Matusiewicz hat in Kooperation mit der SBK die Videoreihe „Inside Digital Health“ produziert, die Fragen rund um die Digitalisierung im Gesundheitswesen beantwortet. Hier sollen wichtige Informationen zu Chancen, Risiken und möglichen Zukunftsszenarien vermittelt werden.
 
Die Videos sind ein wichtiges Tool, um regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen zu informieren. Laut einer Umfrage der SBK finden 56 % der Befragten, dass den Krankenkassen als Informationsträger in Punkto Digitalisierung eine große Rolle zukommt.
 
 
Quelle:
krankenkassen-direkt.de

 
Bildnachweis: © Blue Planet Studio – Fotolia.de

Arzneimittelverabreichung über implantierbare Chip-Plattform

Forscher vom Texas Medical Center haben einen fernsteuerbaren Chip für die gezielte Medikamentengabe entwickelt.
 
Die Dosierung der Medikamente im sogenannten Nano-Channel-Delivery-System (nDS) ist via Bluetooth steuerbar. Das batteriebetriebene Implantat ist traubengroß und die Abgabe der Medikamente erfolgt ohne Ventile oder Pumpen. Eine Erleichterung wäre diese Technologie besonders für Patienten, die unter chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder Arthritis leiden.
 
 
Quelle:
neuromedizin.de

 
Bildnachweis: © BillionPhotos.com – Fotolia.de