Aktuelles

Steigende Nachfrage nach Fortbildungsveranstaltungen:
Neue Aufgaben und Herausforderungen für Apotheker und Apothekerinnen

Die Teilnehmerzahlen bei Apothekerfortbildungen steigen aktuell zunehmend. Dies macht deutlich, dass die Gesundheitsbranche neuen Herausforderungen gegenübersteht. Um diese Herausforderungen zu meistern, bedarf es qualifizierter Fortbildung.

Aktuelle Teilnehmerzahlen der Bundesapothekerkammer bestätigen, dass der Bedarf nach qualifizierten Fortbildungen stetig wächst. Neue Therapien, neue Aufgaben und Herausforderungen machen Fortbildung immer wichtiger. Die Apothekerkammern führten im Jahr 2021 rund 1900 Fortbildungsveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von 213.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen durch. Somit ist die Zahl um ein Fünftel angestiegen. Die Fortbildungen befassten sich mit aktuellen Themen, beispielsweise der Entwicklung der Covid-19-Pandemie oder dem Medikationsmanagement. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, akkreditierten die Apothekerkammern und Bundesapothekerkammern ebenfalls externe Anbieter.

Die KWHC GmbH als kompetente Anlaufstelle mit langjähriger Expertise auf dem Gebiet der medizinischen und pharmazeutischen Online-Fortbildungen bietet ebenfalls zertifizierte Fortbildungen für Apothekerinnen und Apotheker an. Hierbei orientieren wir uns an den Vorgaben für die Zertifizierung und an den Anforderungen für die jeweiligen Gesundheitsberufe.

Quellen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/neuer-fortbildungsrekord-bei-apothekenteams-132755/

Bildnachweis: © Jovanmandic – iStock

Meinung: Der Einfluss der Tech-Konzerne auf das Gesundheitswesen

Mit diesem Thema hat sich die Ethikerin Prof. Christiane Woppen zusammen mit einem Forschungsteam näher beschäftigt und eine Studie erstellt. Welche Auswirkungen die digitale Transformation aus ihrer Sicht hat und wo sie Chancen und Risiken für das Gesundheitswesen sieht, hat sie in einem Interview erläutert. Auszüge finden Sie hier.

Prof. Hoppen hebt vor allem die Vielfalt der Aktivitäten der Tech-Konzerne hervor. So entwickeln sie sowohl für Patient:innen als auch für das Personal in Gesundheitsberufen gesundheitsrelevante Produkte und Anwendungen und fördern diese mit größeren Investitionen in Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus führen viele Kooperationen im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich zu einer omnipräsenten Stellung im Markt.

Chancen und Herausforderungen durch die Aktivität der Tech-Konzerne für das Gesundheitswesen

Zu den größten Herausforderungen für Frau Prof. Woppen gehört es, dass die Tech-Konzerne Innovationen für eine digitale Gesundheitsversorgung in Vereinbarkeit mit Gesetzen und ethischen Standards entwickeln. Diskriminierung oder z. B. Einschränkungen von Aspekten der Freiheit oder Nachhaltigkeit, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz entstehen könnten, sollten möglichst vermieden werden. Weiter hätten die Konzerne durch die Verfügbarkeit enormer Datenmengen eine große Machtstellung. Diese müsse ihrer Ansicht nach begrenzt werden.

Etwaige Chancen sieht sie dagegen in einer Umstrukturierung des Gesundheitswesens, in dem der Patient bzw. die Patientin fortan im Mittelpunkt stehe. Die Patient:innen hätten mit der Unterstützung von Tech-Konzernen einen einfacheren Zugang zu qualitätsgesicherten und verständlichen Gesundheitsinformationen und könnten sich dadurch ihr eigenes Gesundheitsnetz zusammenstellen. Ein lernendes Gesundheitswesen mit dem richtigen Einsatz von algorithmischen Systemen sei der zu erstrebende große Fortschritt. Es würde auch das Gesundheitspersonal z. B. in der klinischen Entscheidung entlasten und unterstützen. Schneller erhobenere Daten führten zu wissenschaftlich effizienteren Auswertungen und vereinfachten die Prozesse. Allerdings sei hier die Politik gefordert und sollte die Verwendung der Daten entsprechend gesetzlich absichern, um Risiken zu minimieren und das Potenzial vollständig zu nutzen.

Das komplette Interview mit der Ethikerin Frau Prof. Christiane Woppen zu der großen Macht der Tech-Giganten lesen Sie hier.

Quellen:
https://blog.der-digitale-patient.de/tech-giganten-woopen/

Bildnachweis: © metamorworks – iStock

Apps auf Rezept: Nutzungen nehmen zu, aber Wirkungen bieten noch Potenzial

Die Techniker Krankenkasse und die Universität Bielefeld haben gemeinsam ein erstes Resümee zum Thema Gesundheits-Apps gezogen und einen DIGA-Report veröffentlicht. Wie es um die Nutzung und die Akzeptanz der digitalen Helfer steht, erfahren Sie hier.

Seit der Einführung im Oktober 2020 können Arztinnen und Ärzte die Apps auf Rezept verschreiben. Damit ist Deutschland weltweit das erste Land, in dem die Kosten für die digitalen Helfer von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Allerdings zeigt der Report, dass die Gesundheits-Apps bisher noch nicht in allen Arztpraxen angekommen sind. Von Oktober 2020 bis Dezember 2021 wurden von der Techniker Krankenkasse 19.025 Verordnungen für die Apps auf Rezept ausgewertet. Das Ergebnis: Von 180.000 Ärztinnen und Ärzten haben lediglich 7.000 (4 %) eine digitale Gesundheitsapp verschrieben. Dabei führten Apps gegen Rückenschmerzen (3.947), Tinnitus (3.450) und Migräne (2.524) das Feld an. Zudem deckt der Report geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Nutzung auf. Rund zwei der Drittel der Nutzenden sind Frauen. Mit auffallend weniger Verschreibungen bei den unter 30- und über 60-jährigen liegt das Durchschnittsalter bei 45,5 Jahren.

Ergebnisse der Nutzendenbefragung

Zusätzlich wurde für den Report neben der Auswertung der Verordnungen auch eine Befragung zu Nutzung und Zufriedenheit durchgeführt unter Personen, die eine „App auf Rezept“ verschrieben bekamen. Positiv für die digitalen Helfer: Von den 244 befragten Versicherten, die eine App verschrieben bekommen haben, wurde diese mindestens von 84 % der Befragten wöchentlich genutzt – 37 % nutzten sie sogar täglich. Lediglich 6 % gaben an, die App gar nicht zu nutzen und nur 10 % loggten sich im erhobenen Zeitraum nur selten im Monat ein.

Im Vergleich zur Nutzung gibt es bei der Zufriedenheit noch Potenzial. Hier stimmten nur 19 % der Befragten zu, dass die digitale Gesundheitsapp ihre Beschwerden gelindert habe. Während 43 % angaben, dass die App sie während der Erkrankung unterstützt habe, waren dagegen 34 % weniger überzeugt und stimmten mit „nicht“ oder „eher nicht“ dagegen.

Der Report zeigt: In dem Markt der Gesundheitsapps gibt es viel Bewegung, wo noch Luft nach oben ist. Vielleicht würde ein passender Workshop, Webcast oder Podcast zu neuen Entwicklungen aus dem medizinischen Bereich Aufklärungsarbeit leisten – mit unserer langjährigen Erfahrung sind wir ein verlässlicher Partner und würden Sie gerne bei diesem Vorhaben unterstützen – sprechen Sie uns einfach an.

Quellen:
https://www.tk.de/presse/themen/digitale-gesundheit/digitaler-fortschritt/diga-report-apps-auf-rezept-2125140

Bildnachweis: © DenPhoto – Fotolia

KWHC beruft Dr. Melanie Howe zur zweiten Geschäftsführerin

Die Uelzener Healthcare-Agentur KWHC hat eine neue Doppelspitze. Seit 1. März verstärkt Dr. Melanie Howe (45) die Geschäftsführung an der Seite des Mediziners Dr. Thomas Kleinoeder (53). Unternehmensgründer Kurt Wiedenhoff (62) zog sich zum Jahreswechsel aus der Geschäftsführung zurück, bleibt der Agentur aber weiterhin als strategischer Berater erhalten.

Dr. Melanie Howe bringt langjährige Erfahrung im Healthcare-Marketing mit – unter anderem aus Agenturen wie Serviceplan, Dres. Schlegel+Schmidt, Brand Health und Ketchum Pleon. „Ich freue mich sehr, Mitglied der KWHC-Gemeinschaft sein zu dürfen. In den vier Wochen, die ich jetzt hier bin, habe ich ein unglaublich motiviertes, kreatives und fachlich auf höchstem Niveau arbeitendes Team kennengelernt. Damit sind wir bestens für die Herausforderungen unserer Zeit aufgestellt – sowohl mit Blick auf den kreativen Umgang mit der Digitalisierung als auch bezogen auf unsere wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung“, stellt die 45-jährige Mutter von zwei Töchtern fest.

Dr. Thomas Kleinoeder: „Mit Dr. Melanie Howe konnten wir eine äußerst erfahrene Kennerin des Pharma- und Gesundheitsmarktes gewinnen. Diesen Generationswechsel haben Kurt Wiedenhoff und ich im Vorfeld sehr sorgfältig geplant. Einiges haben wir bereits im vergangenen Jahr in die Wege geleitet, anderes werden wir jetzt als neues Führungsduo umsetzen – darauf freue ich mich sehr.“


Die neue Doppelspitze der KWHC GmbH: Dr. Melanie Howe und Dr. Thomas Kleinoeder

Auch die Strukturen wachsen mit
In den letzten Jahren ist die KWHC stark gewachsen. Mittlerweile hat das Unternehmen ein festes Team von 64 Mitarbeitenden in der Heide- und Hansestadt Uelzen. Um weiterhin optimal aufgestellt zu sein, wurde die Pharmaagentur intern neu strukturiert: Die strategische, konzeptionelle sowie operative Beratung wird künftig in den entsprechenden Abteilungen von Stefan Harms, Monika Freitag und Nils Feigel verantwortet. Hier werden sowohl Projekte zur medizinischen Fortbildung als auch zum klassischen Marketing strategisch betreut und im Team als Full-Service-Dienstleistung umgesetzt.

Unter der Federführung von Axel Wortmann bildet die kürzlich vereinte Abteilung „IT & Production“ das digitale Kompetenz-Center für die Umsetzung medizinischer Remote- und Hybrid-Fortbildungen auf allen gängigen Plattformen sowie auf der eigens entwickelten Premium-Plattform HealthLive. Aber auch alle anderen Digitalprojekte – wie Filmproduktion, Podcasts, eDetailing und Websites – werden hier technisch umgesetzt.

Im medizinischen Fachbereich „Medical Content Creation“ – unter der Leitung von Nils Feigel – stellt die KWHC ihren Kunden zwei Teams mit insgesamt neun Festangestellten aus den Bereichen Medizin und Biologie zur Seite. Ein drittes Team fokussiert sich auf das Content-Management und sorgt für die optimale digitale Distribution über alle relevanten Medien und Kanäle.

Humanitäre Hilfe für die Ukraine durch das Team der KWHC

Das Team der KWHC hat einerseits ein Hands-On-Projekt mit Sachspenden für einen Hilfsgütertransport unterstützt und andererseits ist die Agentur bei einer Aktion der gCMEp-Group für ukrainische Agenturkolleginnen und -kollegen aktiv.

Kaum ein Tag vergeht ohne Nachrichten aus den Kriegsgebieten der Ukraine. Was vor Wochen noch für unverstellbar erschien, ist mittlerweile Realität. Das Leid der Zivilbevölkerung ist immens. Auch das KWHC-Team engagiert sich bei der Hilfe. Es wurde über eine private Initiative, die Hilfsgütertransporte in die Ukraine organisiert, aktiv, und die Mitarbeitenden haben viele nötige Hilfsmittel wie Verbandmaterial gespendet. Die Spendenbereitschaft war enorm und mittlerweile haben wir erfahren, dass die Hilfsgüter am Ziel angekommen sind.

Darüber hinaus unterstützt die KWHC als Mitglied der GoodCMEPractice Group (gCMEp) zusammen mit anderen europäischen Agenturen ein Projekt der ukrainischen Agentur Medexpert. Den Aufruf können Sie hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=49tgJL5m5GE

Die MedExpert Group ist ein Mitglied der gCMEp und Fortbildungsanbieter in der Ukraine. In einem bewegten Video wird die aktuelle Situation veranschaulicht und zur Unterstützung aufgerufen: https://www.youtube.com/watch?v=ZR-eRlovaME

Gendermedizin: Bewusstsein für die Unterschiede der Geschlechter

Machen die behandelnden Ärzte und Ärztinnen einen geschlechterspezifischen Unterschied bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen? Eine aktuelle Befragung in Deutschland widmete sich dieser Frage – möglicherweise ein Thema für Ihre Kommunikation?

In der Medizin gibt es Geschlechterunterschiede – das ist mittlerweile auch in der Mitte der Bevölkerung angekommen. Laut einer repräsentativen Umfrage der pronova BKK ist 9 von 10 Deutschen bekannt, dass Männer für bestimmte Erkrankungen ein anderes Risiko haben als Frauen, mehr als 8 von 10 Menschen sind zudem überzeugt, dass auch Krankheitssymptome geschlechterspezifisch sind. Dennoch wird diesem Aspekt in der Forschung und im Arztgespräch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt: 67 % der 1.000 Befragten gaben an, dass sie im Gespräch mit ihrem behandelnden Arzt bzw. Ärztin keine Informationen über die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten auf Frauen und Männer erhalten würden.

Diese Ergebnisse zeigen sich auch in der Praxis: Frauen zeigen bei der gleichen Erkrankung häufig andere Symptome als Männer. Ein Beispiel dafür ist der Herzinfarkt. Während das klassische Symptom bei Männern starke Brustschmerzen sind, sind es bei (jungen) Frauen vorwiegend Übelkeit und Schwindel. Auch bei der Verträglichkeit von Medikamenten sind Unterschiede zu beobachten: Frauen leiden generell häufiger unter Nebenwirkungen, gleichzeitig können Medikamente bei Frauen anders wirken als bei Männern, bedingt durch Körpergröße, Gewicht und Hormonen.

Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede sollten von Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose und der Behandlung von Erkrankungen berücksichtigt werden. Auch die Pharmaindustrie kann einen Teil für mehr Bewusstsein beitragen, indem beispielsweise Packungsbeilagen angepasst und dort klar auf die Unterschiede bei der Verwendung durch Männer und Frauen hingewiesen wird.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, solche Themen auch in Fortbildungen zu adressieren? Wir unterstützen Sie gern – von der Konzeption und Suche nach Referierenden über die Durchführung bis zur Bewerbung.
Sprechen Sie gerne Ihren KWHC-Kontakt an!

Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/132175/Studie-Deutsche-wuenschen-sich-Beachtung-von-Genderunterschieden-in-der-Medizin

Bildnachweis: © marchmeena29 – iStock