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Gesundheitsinformationen für Patienten: Der Ton macht die Musik

Komplexe wissenschaftliche Informationen sind für Laien oft schwer zu beurteilen. Nach welchen Kriterien bewertet diese Zielgruppe die Inhalte? Eine Studie zeigt interessante Ergebnisse.
 
Den 242 Teilnehmern eines Online-Experiments, durchgeführt von Psychologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wurden unterschiedlich formulierte Beiträge aus einem Gesundheitsforum gezeigt. Hierin schrieb der Autor zur Einschätzung der Wirksamkeit eines Medikaments sowohl einen positiv formulierten Ratschlag als auch einen neutral formulierten Ratschlag.
 
Das Ergebnis: Die Teilnehmer hielten den Beitrag mit dem positiven Sprachstil für weniger vertrauenswürdig und unterstellten dem Autor manipulative Absichten. Inwiefern das Thema und das Geschlecht des Autors von der Vertrauenswürdigkeit abhängt, sollen zukünftige Forschungen zeigen.
 
Für die digitale Kommunikation im Patientenbereich sind diese Erkenntnisse ein wichtiger Hinweis, um fachgerechte Informationen an den Laien zu kommunizieren. Sie benötigen Unterstützung bei der Erstellung von zielgruppengerechten Inhalten? Sprechen Sie uns an – wir geben Ihnen gerne den Takt vor!
 
 
Quelle:
www.aerzteblatt.de

 
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Webinare und Webcasts – Competence is key

Neue Perspektiven für medizinische Fortbildungen: trotz Kontaktbeschränkungen können diese auch weiterhin stattfinden – und zwar live und online. Webinare und Webcasts mit hochkarätigen Referenten, relevanten Themen und Echtzeit-Fragemöglichkeiten gewinnen derzeit weiter an Bedeutung. In jeder Krise steckt eine Chance, sagt man. Nutzen Sie diese und sprechen Sie uns an – die Auswahl des richtigen Partners ist einer der Schlüssel zum Erfolg.
 
Die KWHC hat als erster Anbieter vor 14 Jahren das erste CME-zertifizierte Live-Webinar mit Audio und Echtzeit-Chat als Arztfortbildung durchgeführt. Seitdem hat die KWHC kontinuierlich an der Weiterentwicklung der angebotenen Webinare gearbeitet. Mit großem Erfolg. Denn heute gehört die KWHC mit ca. 250 Online-Veranstaltungen im Jahr zu den führenden Anbietern im medizinischen Fortbildungsbereich.
 
Mit der Einführung des KWHC-eigenen Webcast-Systems „HealthLive“ wurde vor 3 Jahren ein neues Kapitel hochwertiger digitaler Fortbildungen aufgeschlagen. Höchste Flexibilität ermöglicht den Zugriff von jedem Endgerät, lässt eine komplett themen- oder kunden-gerechten Gestaltung zu und bietet neben weiteren technischen Features ein Videobild in Full-HD. Natürlich verwenden wir auch andere Meetingplattformen wie z.B. Adobe Connect oder On24.
 
Veränderungen bieten auch Chancen für neue Wege. Daher hat die KWHC ebenfalls eine Lösung, wenn Ihre Referenten oder Mitarbeiter nicht reisen dürfen: Mit rein virtuellen Veranstaltungen ist es ohne Probleme möglich, die Webinare komplett remote durchzuführen. Von jedem Ort können wir mittels online zugeschalteten Referenten (aus dem Home-Office oder Krankenhaus) senden und mittels eingeblendetem Videobild, den Vorträgen und dem Live-Chat die gewohnte Qualität einer Online-Fortbildung sicherstellen.
 
Auch bei der Betreuung virtueller Adboards können Kunden auf unsere Erfahrung und unser Know-How für Moderation, Didaktik und Technik setzen.
 
Wir lösen Ihre Herausforderungen, auch kurzfristig! Sprechen Sie uns gerne an.
 
 
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CME-Fortbildungen: Verlängerung der Nachweispflicht

Fortbildungsveranstaltungen, Kongresse, Qualitätszirkelsitzungen: Zahlreiche Präsenzveranstaltungen fallen derzeit aufgrund der Corona-Pandemie aus. Als Reaktion hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Maßnahmen eingeleitet.
 
Ärzte und Psychotherapeuten bekommen demnach mehr Zeit, um fachliche Fortbildungen zu erbringen und CME-Punkte zu erlangen. Die Frist für den Nachweis wurde um ein Quartal verlängert. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat dem bereits zugestimmt.
 
Gerade jetzt sind Online-Fortbildungen eine echte Alternative. Sprechen Sie uns gerne an – wir setzen Ihre Veranstaltung von der Vorbereitung bis zur Durchführung um.
 
 
Quelle:
www.aerzteblatt.de

 
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Internationaler Vergleich: Deutschland ist Schlusslicht bei E-Rezepten

Viele Länder haben bereits landesweite E-Rezept-Dienste eingeführt. In Deutschland sollen die Grundlagen in 2020 gelegt werden. Deutschland gehört damit zu den Schlusslichtern, kann aber von anderen Ländern lernen.
 
Elektronische Rezepte ermöglichen es dem Arzt, die Medikamenteneinnahme nachzuvollziehen. Zudem können sie gefährliche Wechselwirkungen verhindern und somit die Sicherheit von Patienten zu erhöhen. Viele Länder sind Deutschland beim Thema E-Rezept voraus. Aus diesem Grund hat die Bonner Forschungsgesellschaft „empirica – Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung“ den Entwicklungsstand und die Umsetzung des E-Rezepts in 17 Ländern, auf Basis der #SmartHealthSystems-Studie der Bertelsmann Stiftung genauer untersucht.
 
Die Ergebnisse zeigen starke Unterschiede zwischen den Ländern: Zur Spitzengruppe gehören zum Beispiel Australien, Belgien und Dänemark. Diese Länder haben übergreifende nationale E-Rezept-Systeme und E-Medikationslisten, die im Regelfall mit einer nationalen elektronischen Patientenakte verbunden sind. Dann folgen Länder mit „teilweise verfügbaren“ E-Rezept-Systemen oder E-Medikationslisten. Dies bedeutet, dass die digitalen Rezeptdienste entweder nur auf regionaler Ebene funktionieren oder auf nationaler Ebene nur ein begrenzter Austausch möglich ist. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Israel, Italien und Kanada. Die Schlusslichter der dritten Gruppe, zu denen die Schweiz, Österreich, Polen und Deutschland gehören, haben noch gar keine funktionierenden E-Rezept-Systeme.
 
Deutschland kann aus den Erfahrungen anderer Länder lernen. Schlüsselfaktoren sind dabei Interoperabilität, klare Nutzungsszenarien und die Anschlussfähigkeit an elektronische Patientenakten.
 
 
Quelle:
e-health-com.de

 
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D.U.T-Report 2020: Nutzung digitaler Möglichkeiten in der Diabetestherapie

Die Digitalisierung schreitet voran – hier ein Beispiel aus der Diabetologie, eines der Fachgebiete, welches schon recht weit ist. Eine Umfrage unter 326 diabetologisch tätigen Ärzten im Rahmen des Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) 2020 zeigt, dass die Themen Digitalisierung und Technologie in der Diabetologie zunehmend wichtiger werden. Die Ärzte sind diesem Trend gegenüber positiv eingestellt. Der Anteil an Patienten (Typ-1- und Typ-2-Diabetes im ambulanten Bereich), der moderne Diabetestechnologie nutzt, hat sich deutlich erhöht.
 
Die Autoren beschreiben im Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) wichtige Fakten und Entwicklungstrends zur Digitalisierung und Technologisierung im Bereich der Diabetologie. Der Report verdeutlicht, auf wie vielen unterschiedlichen Ebenen Digitalisierung und Technologie inzwischen in die Diabetestherapie eingreifen. Die Beiträge sollen bei der Suche nach praxistauglichen Lösungen für eine moderne und patienten-orientierte Diabetestherapie unterstützen. Die aktuelle Umfrage im Rahmen des D.U.T zeigt, dass sich in 2019 die Zahl der Nutzer moderner Diabetestechnologien (Typ-1- und Typ-2-Diabetes-Patienten im ambulanten Bereich) innerhalb eines Jahres (2018 – 2019) deutlich erhöht hat: Der Anteil aller Patienten beispielsweise mit kontinuierlicher Glukosemessung (CGM) ist pro Praxis um 66 Prozent gestiegen. In der aktuellen Umfrage wurden dieses Mal nicht nur Ärzte, sondern Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes (insgesamt 3.427 Personen) nach ihrer Meinung zu neuen Technologien und digitalen Möglichkeiten der Diabetestherapie befragt. Die detaillierten Ergebnisse der Ärzte- und der Patientenumfrage finden sie unter www.dut-report.de.
 
 
Quellen:
www.diabetes-online.de
D.U.T.-Report 2020

 
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Patienten stehen eHealth offen gegenüber

Ergebnissen des „Healthcare-Barometers 2020“, einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zufolge, zählt nur noch jeder zweite Bürger das deutsche Gesundheitswesen zu den Top 3 der Welt. Der wichtigste Kritikpunkt lautet, dass die Ärzte sich zu wenig Zeit nehmen. Die Patienten sind bereit zum digitalen Dialog.
 
Der Rückstand bei digitalen Technologien, kombiniert mit einem starken Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, führt zu steigender Unzufriedenheit bei den Patienten. Die Mehrheit der insgesamt 1.000 befragten Bürger begrüßt daher das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), das die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen vorantreiben soll und verbindet hohe Erwartungen damit. Ein Großteil der Bürger ist dabei aufgeschlossen gegenüber digitalen Kommunikationsformen: 76 Prozent würden das elektronische Rezept nutzen, 54 Prozent können sich eine Sprechstunde per Video vorstellen und 70 Prozent bestätigen, dass die Gesundheits-App auf Rezept eine gute Orientierung zum Nutzen von Anwendungen bietet. Die Bürger sorgen sich bei einer digitalen Kommunikation jedoch um den Schutz ihrer persönlichen Daten. Diese sollten nicht ohne ausdrückliche Zustimmung beispielsweise an kommerzielle Anbieter weitergegeben werden.
 
Die Umfrage zeigt auch ein verändertes Bild von Pharmakonzernen, die lange mit dem Image der Gewinnorientierung haderten. Das Image hat sich verbessert. Dennoch sind die Erwartungen der Bürger an die Pharmaindustrie hoch: 69 Prozent wünschen sich Innovationen. Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente, besonders zur Bekämpfung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen, werden immer wichtiger.
 
 
Quelle:
www.telemedbw.de

 
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