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Zweite Meinung per Videosprechstunde einholen ist nun möglich

Nach einem Beschluss der KBV können Patienten ab sofort auch eine Zweitmeinung vom Arzt ohne persönliches Gespräch einholen – dies kann auch in einer Videosprechstunde erfolgen.
 
Bei einer anstehenden Gebärmutterentfernung, Mandeloperation, Schulterarthroskopien oder Implantationen von Knieendprothesen können gesetzlich Versicherte auch eine Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen. Diese wird als Kassenleistung gewertet. Seit Juli ist dabei neu, dass dies auch per Videosprechstunde erfolgen kann. Bisher wurden die Beratungsleistungen für die Zweitmeinung gemäß der Richtlinie des G-BA stets vor Ort durchgeführt und danach abgerechnet. Eigens für die Videosprechstunde wurden die Gebühren mit zwei neuen Gebührenordnungspositionen gemäß den jeweiligen arztgruppenspezifischen Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen angepasst. Es gelten die gleichen Abrechnungsbestimmungen wie bei einer konventionellen Videosprechstunde.
 
Eine weitere Neuerung: Patienten, die unter dem diabetischen Fußsyndrom leiden und vor der Entscheidung einer möglichen Fußamputation stehen, können eine von der gesetzlichen Krankenkasse erstattete Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen.
 
Im Rahmen des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) plant der GBA mindestens zwei zusätzliche Eingriffsthemen pro Jahr zu beschließen.
 
 
Quellen:
www.aerzteblatt.de

 
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Apotheken sind bereit für das E-Rezept – nur die Kunden nicht.

Laut einer aktuellen Umfrage des KANTAR-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände (ABDA) ist das E-Rezept bei einem Großteil der Bevölkerung noch nicht angekommen.
 
“Es kommt in den nächsten Monaten sehr viel Aufklärungsarbeit auf uns zu,” so kommentierte die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening die jüngsten Umfrageergebnisse zur Einführung des E-Rezepts. Dabei spiegeln die Zahlen deutlich die Unwissenheit der Bevölkerung wider. 63 Prozent der befragten Personen haben nach eigenen Angaben bisher noch nichts vom E-Rezept gehört und 3 von 4 würden es vorziehen, ihre Medikamente weiterhin in der Apotheke vor Ort abzuholen. Die möglichen Vorteile werden noch nicht wahrgenommen. Nach Meinung Overwienings können die Apotheken mit der Einführung des E-Rezepts einfacher kommunizieren und so möglicherweise die Kunden schneller versorgen.
 
Doch sind etwa 48 Prozent der 1.000 befragten Personen skeptisch – mit dem digitalen Rezept befürchten sie, dass sie keine ausreichende Beratung mehr bekommen und sich die Versorgung verschlechtern würde. Die Apotheken dagegen sind bereit und haben die nötigen Vorbereitungen für den flächendeckenden Pflichtbetrieb im kommenden Januar bereits getroffen. “9 von 10 Apotheken sind an der Telematikstruktur angeschlossen und somit “E-Rezept-ready””, so Overwienings. Weiter führt sie aus, dass jede Apotheke vor Ort zukünftig mit der kostenlosen E-Rezept App der gematik auch online zu erreichen ist. Dabei stehe die Beratung der Kunden weiter an erster Stelle, egal ob diese analog oder digital stattfinden würde.
 
Die Medizin wird zunehmend digitalisiert. E-Rezept, DiGA-Apps, Videosprechstunde – damit Ihre Zielgruppe im digitalen Dschungel den Durchblick behält, unterstützen wir Sie gerne mit einem passenden Workshop zu dem Thema – Sprechen Sie uns an!
 
 
Quellen:
www.abda.de

 
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Statt Block & Bleistift: Spielerisch zur besseren Coronaprävention

"Escape Covid 19" – mit diesem Computerspiel können Ärzte und Pflegekräfte die richtigen Praktiken trainieren, um Coronainfektionen vorzubeugen. Dabei durchlaufen sie verschiedene Szenarien, in denen ihr Wissen zu aktuellen Richtlinien geprüft wird.
 
Es gibt eine Reihe von täglichen Situationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, nach denen sich Mediziner und Pflegekräfte richtig verhalten müssen. Das Spiel greift diese verschiedenen Szenarien u.a. in einer simulierten Krankenhausschicht auf und fordert die richtige Entscheidung des Spielenden in der Praxis ein. In welcher Situation soll z. B. eine FFP2-Maske getragen werden und wann ist dagegen eine Standardmaske erlaubt? Anhand einer langen Liste muss der Spieler die richtige Antwortmöglichkeit auswählen. Wählt er die falsche Antwort, erscheint als Icon ein wütendes Coronavirus und signalisiert, dass die Antwort nicht korrekt ist.
 
Anstatt mit dem gehobenen Zeigefinger soll mit einem Mix aus Leichtigkeit, Wissen und Spaß das Spiel dazu animieren, die Verhaltensweise der Behandelnden nachhaltig zu verändern. Laut einer Studie ist sie damit bereits erfolgreich: Im Vergleich zu den Mitarbeitern einer Genfer Notaufnahme, die mit schriftlichem Material zu Präventionsmaßnahmen geschult wurden, war die Bereitschaft der Spieler zur Verhaltensänderung weitaus höher. Stephan Harbarth, Leiter der Infektionsprävention am Universitätskrankenhaus in Genf, ist sogar der Ansicht, dass das Spiel einen Anteil am enormen Rückgang der Fälle von verursachten Coronainfektionen seitens der Krankenhäuser habe. Das Spiel ist auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch online erhältlich.
 
Möchten auch Sie Botschaften spielerisch an Ihre Zielgruppe übermitteln? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Contentmanagement!
 
 
Quellen:
www.aerzteblatt.de/nachrichten

 
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Gehört die Kommunikation per Fax bald der Vergangenheit an?

Laut eines aktuellen Urteils des Landgerichts Bremen ist ein Telefax nicht mehr datenschutzkonform. Dabei ist das Kernproblem: Der Absender kann die Verschlüsselung nicht gewährleisten.
 
In einer Meldung vom Februar berichteten wir darüber, dass laut einer Bitkom-Umfrage noch mehr als jede fünfte Arztpraxis (22%) bei der Praxiskommunikation auf ein Fax zurückgreift. So wurde das Fax stets als „sichere“ Möglichkeit wahrgenommen, sensible personenbezogene Daten zu versenden. Gilt dies auch heute noch? Das Problem ist der technische Fortschritt: Das herkömmliche Faxgerät wurde mittlerweile meist ersetzt durch einen Foto-Kopierer mit Fax-Funktion oder Fax-Server. Die Geräte wandeln eingehende Faxe in eine E-Mail um und leiten diese an E-Mail-Postfächer weiter. Gleiches geschieht bei dem Einsatz eines Fax-Dienstes, z. B. eines virtuellen Cloud-Fax-Services. In beiden Fällen kann vom Absender nicht gewährleistet werden, dass die weitergeleiteten E-Mails verschlüsselt sind. Eine technische Umsetzung ist seitens des Absenders bisher auch noch nicht möglich. Dies führt dazu, dass das Fax hinsichtlich Vertraulichkeit der Daten ein unzureichendes Sicherheitsniveau aufweist. Zudem werden keine fortlaufenden Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um den Datenschutz zu garantieren.
 
Darum fordert die Bremische Verwaltung: Bis Ende 2022 sollen Faxgeräte durch sichere Technologien abgelöst werden. Sie appelliert dabei an alle Beschäftigen – einschließlich Mitarbeiter von Arztpraxen – bis dahin datenschutzkonforme Alternativen für das Versenden personenbezogener Daten zu verwenden und auf den Einsatz des Telefax zu verzichten.
 
 
Quellen:
www.datenschutz.bremen.de

 
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Bundesarztregister 2020: Flexible Beschäftigungsmodelle nehmen zu und Medizin wird immer weiblicher

Laut Ärztestatistik 2020 steigt zwar die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten, allerdings fällt der eigentliche Zuwachs an Kapazitäten bedingt durch Teilzeit- oder Angestelltenverhältnisse deutlich geringer aus. Eine kontinuierliche Zunahme der Rate an weiblichen Medizinerinnen bilden die Daten ebenfalls ab.
 
Knapp 181.000 Ärzte und Psychotherapeuten wurden bundesweit von der KBV für 2020 registriert. Das Plus von 1,5% gegenüber dem Vorjahr resultiert aber in erster Linie aus einer Zunahme an Tätigkeiten in flexiblen Beschäftigungsmodellen. Damit ist festzuhalten: Die Zahl der Ärzte nimmt zwar zu, aber der eigentliche Zuwachs beträgt lediglich 0,8%. Laut dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Stephan Hofmeister wird die Arztzeit sogar weniger, es verbleibt also weniger Zeit pro Patient.
 
Einen leichten Rückgang der Anzahl an Hausärzten, Anästhesisten und Hautärzten zeigen die Daten. Im Unterschied dazu hat der Anteil an Psychotherapeuten, Kinderärzten und Neurologen zugenommen. Interessant für den Außendienst – Ärzte im Angestelltenverhältnis werden mehr. 42.500 praktizierende Ärzte und Psychotherapeuten besitzen mittlerweile keine eigene Praxis.
 
Auch ist zu beobachten, dass der Anteil an Frauen in den betreffenden Berufen weiter steigt. “In einigen Fachgruppen bilden Frauen schon heute die weit überwiegende Mehrheit” laut Aussage des KBV-Chefs Gassen. Eine leichte Verjüngung ist anhand der Statistik ebenfalls abzulesen. Von 54,25 auf 54,23 Jahre ist das Durchschnittsalter der Ärzte und Psychotherapeuten erstmals seit Langem wieder gesunken.
 
Medizin bleibt nicht stehen. Aus der Erhebung geht unserer Meinung nach hervor, auch gesellschaftliche Entwicklungen wie die Zunahme von Teilzeitbeschäftigungen und dem Streben nach einer Work-Life-Balance werden zunehmend in der Gesundheitsbranche abgebildet. Für Ihre Zielgruppe stellen sich folgende Fragen: Ist die bisherige Kommunikation mit dem Außendienst noch zeitgemäß? Wie häufig dürfen Ärzte in Teilzeit besucht werden? Liegen hier etwa Chancen in der Online-Kommunikation?
 
Zu diesen Fragen beraten wir Sie gerne und unterstützen Sie bei Ihrer Onlinekommunikationsstrategie, etwa mit dem Erstellen digitaler Inhalte oder der Durchführung von Webcasts.
 
 
Quellen:
https://www.kbv.de/html/2021_51564.php

 
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Philips und Disney wollen mit Animationsfilmen MRT-Untersuchungen bei Kindern verbessern

Eine MRT-Untersuchung kann für Kinder ziemlich einschüchternd sein. Um deren Patientenerlebnis zu verbessern und dem entgegenzuwirken, testen Philips und die Walt Disney Company in einer ungewöhnlichen Kooperation die Wirkung von Animationsfilmen im MRT.
 
Zunächst soll das Forschungsprojekt in diesem Sommer in 6 verschiedenen Krankenhäusern europaweit starten. Dabei wird untersucht, wie speziell entwickelte Disney-Animationen dazu beitragen können, Unruhe und Angst bei der pädiatrischen MRT-Untersuchung zu verringern. Eigens zu diesem Vorhaben wurden entsprechende Disney-Geschichten mit den beliebten Charakteren wie z. B. Winnie Puuh, Arielle oder den Avengers entwickelt. Die multisensorielle Bildumgebung könnte auf Kinder, die beim MRT eine ängstliche oder klaustrophobische Reaktion zeigen, beruhigend wirken. Da Bewegungen während der Scans diese jedoch unbrauchbar machen können, könnte die farbenfrohe Animation in der grauen Magnetröhre die Anzahl der MRT-Untersuchungen reduzieren.
 
Vor der Untersuchung wählen die kleinen Patienten ihre Disney-Geschichte aus und entscheiden selbst über die Beleuchtung, Video und den Ton des Raums. Doch nicht nur diese Möglichkeiten sollen ein Gefühl von Kontrolle und Vertrauen vermitteln, auch die Verläufe der Geschichten sind so konstruiert, dass sie die Kinder zwischen 4-12 Jahren beruhigen.
 
 
Quellen:
www.philips.de

 
Bildnachweis: © Philips